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A U F Z U C H T

Sozialisierung und

sensitive Prägungen

der Welpen



Prägung durch den Züchter


Von der Geburt bis zur Abgabe von Welpen verstreichen etwa 10 Wochen. In dieser Phase legt der Züchter entscheidende Weichen für die kommende Entwicklung der Welpen. Man unterscheidet zwischen Frühsozialisierung und Förderung der sensitiven Wahrnehmung.


Die Frühsozialisierung legt den Schwerpunkt auf die Bindungsfähigkeit des Hundes. Er soll erste Erfahrungen mit Artgenossen machen und zutraulich zum Menschen werden. Auch ein Hund braucht psychische und emotionale Stabilität. Eine verantwortungsvolle Zucht achtet daher nicht nur auf das Erscheinungsbild der Welpen, sondern fördert mit viel Zeitaufwand die Bindungsfähigkeit. Die Beziehung wächst kontinuierlich zwischen Hund und Mensch durch Sprechen, Spielen, Streicheln, in-den-Arm-Nehmen, Füttern und nicht zuletzt durch sensitive Übungen, die auf bestimmte äussere Umstände vorbereiten.



Die Prägung durch den Hundehalter


Im Anschluss an diese ersten 10 Wochen folgt die Anbindung an die neuen Beszugspersonen, Herrchen, Frauchen, Kinder – die neue Familie.

Auf den kleinen Mops strömen von da ab viele unbekannte Eindrücke ein, Menschen verschiedenen Alters, mit unterschiedlichem Verhalten. Da gibt es unglaublich viel zu verarbeiten und einzuordnen. Während dieser Phase bis Ende der 16. Woche verwurzelt der Welpe mit seinen neuen Bezugspersonen.


Bis ca. Ende der 22. Woche bleibt der Welpe äusserst empfänglich für sensitive Eindrücke. Ab dem Kauf, idealerweise Ende der 10. Woche, legt der Hundehalter während der weiteren 12 Wochen die ihm wichtigen Verhaltensmuster an. Hat sich das Vertrauen zum neuen Personenkreis gefestigt, lernt der Welpe bestimmte Befehle und Verbote kennen, auf die er geprägt werden soll. Dabei ist unbedingt zu beachten, dass Bindung an den Willen des Menschen nichts mit "Gehorsam" zu tun hat, sondern spielerisch aus der Beziehung zum Hundehalter entsteht. Härte und Schroffheit würde den Hund verstören und seine Zutraulichkeit behindern. Wenn Angst das Verhalten bestimmt, verliert der Mops

seine typische "Hundeseele".


Für die erste Phase ist der Züchter zuständig und verantwortlich, für die zweite die neuen Betreuungspersonen.


Prägung, Prägung, Prägung und Geduld!


Was in dieser Zeit versäumt worden ist, lässt sich kaum mehr korrigieren. Und wenn das eine oder andere doch noch vermittelt werden kann,

so mit enormem Aufwand.

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Vorsicht: Mops-Wächter vor dem Garteneingang.

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D I E   E R S T E  

Z E I T


Im Informationsblatt

"Der Welpe in seiner neuen Familie" habe ich einige Tipps für den Hundehalter stichwortartig zusammengefasst.


Dazu "Die Bitte eines Hundes", Verfasser unbekannt.


Zum Herunterladen

bitte anklicken.


B Ü C H E R


Ausführlichere Informationen für die Aufzucht von Welpen erhalten Sie durch folgende Bücher:


Carsten Bainski:

Die neuie Welpenschule. MÜLLER RÜSCHLIKON


Sabine Winkler: Welpen-Kindergarten. Sozialisierung und Erziehung. KOSMOS


Martin Rütter:

Hund – Deutsch

Deutsch – Hund

LANGENSCHEIDT

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